Schweinefinnenbandwurm
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Welche Gefahr birgt der Schweinefinnenbandwurm für den Menschen?
Unter dem Mikroskop wirkt er wie ein prähistorisches Ungeheuer - der Schweinefinnenbandwurm mit seinen Hakenkränzen am Kopf zum Festhalten an der Darmwand.
Der Parasit ist nur 3 bis 4 Millimeter lang, aber harmlos ist er absolut nicht zu bezeichnen, denn verirrt sich der Schweinefinnenbandwurm durch Zufall in einen menschlichen Körper, kann das böse Folgen haben. Der Schweinefinnenbandwurm wechselt nach einem Fortpflanzungszyklus den Wirt, wodurch ein so genannter Parasitärer Kreislauf entsteht: Die Schweinefinnenbandwürmer stoßen im Dünndarm des infizierten Tieres ihre unteren Gliederketten mit den reifen Eiern ab.
Diese werden ausgeschieden und gelangen über Dünger wieder auf eine Futterfläche für Schweine. Die Eier bleiben in feuchter Umgebung monatelang lebensfähig und können so ein anderes Wirttier befallen. In ihrem neuen Wirt können die Tiere schlüpfen und über die Darmwand in den Blutkreislauf gelangen. Das Blut spült sie dann zur quer gestreiften Muskulatur, wo sie innerhalb weniger Monate Finnen bilden, erbsengroße Blasen, die bereits einen ansatzweise ausgebildeten Wurmkopf enthalten.
An dieser Stelle kommt der Mensch ins Spiel: Werden diese Blasen im Schweinefleisch verzehrt, kann sich im Dünndarm des Menschen der Bandwurm entwickeln und eine gefährliche Hirnhautentzündung hervorrufen. In Deutschland ist die Infektionsgefahr gering, aber vor einer Reise sollten Sie sich unbedingt über Impfmöglichkeiten informieren. Der Schweinefinnenbandwurm wird auch als Schweinebandwurm bezeichnet.
Systematik
Klasse: Cestoda (Bandwurmartige)
Unterklasse: Eucestoda (Echte Bandwürmer)
Ordnung: Cyclophyllidea (Cyclophyllidea)
Familie: Taeniidae
Gattung: Taenia
Art: Schweinebandwurm
Wissenschaftlicher Name
Taenia solium

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